Menschen aus ganz Baden-Württemberg und dem Elsass trafen sich auf dem Place de la Bourse, um gemeinsam ihre libertären Ideen am 1.Mai nach außen zu tragen.

Nachdem 2006, dem ersten explizit libertären 1.Mai-Demo-Block, schon nach kurzfristiger Mobilisierung 130 Menschen kamen, waren es gestern über 200.

Wir zogen lautstark, unterstützt von anarchistischen Hits und zweisprachigen Parolen, vielen Tranparenten, einer Agit-prop-Aktion, durch die Innenstadt, um uns dann der großen Gewerkschafts- und Parteiendemo anzuschließen.
Dort wurden wir dann sogleich von einer Kette Gewerkschaftordner mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht. Wir ließen uns unsere gute Laune nicht verderben, sondern machten nun erst recht und noch lauter auf unsere Forderungen aufmerksam.

Vom Ende der Demo aus zogen wir geschlossen zum alternativen Kulturzentrum „Molodoi“. Hier gab es eine leckere, vegane Vokü, Infostände und eine Diskussion, an der 40 Personen teilnahmen, über die KTS in Freiburg und das Molodoi. Beide Projekte sind in naher Zukunft bedroht. Es wurde über Erfahrungen und Strategien im Widerstand gesprochen.
Im Anschluss machten sich viele Menschen auf nach Freiburg zur Love-or-Hate-Parade. Schon kurz hinter Kehl (Nachbarstadt zu Strasbourg) kam es zu ersten Straßenkontrollen und an der Autobahnausfahrt Freiburg wurden Fahrzeuge kontrolliert und die Insassen schikaniert.
Im Gegensatz zu Strasbourg, wo die Demo völlig ungehindert durch die Straßen ziehen konnte, drehten in Freiburg (1,2,3) die Bullen wieder mal völlig durch und machte ihrem Ruf alle Ehre. Ein riesiges Aufgebot, BFE-Einheiten, Wanderkessel, Kamerawagen, unzählige Video-Bullen, Knüppel- und Pfeffersprayeinsatz verunmöglichten eine Demo durch die Stadt.
Der 1.Mai ist nur EIN Tag des Jahres: Bleiben 364 Tage für kreative Aktionen für die KTS, gegen Bullenschikane, für die Bewegungs- und Versammlungsfreiheit in unseren Städten, gegen Konsumterror, für Freiräume und ein selbstbestimmtes Leben!
Widerstand muss Alltag werden!!!
1 Antwort auf “1.Mai in Strasbourg”